Der Literarische Club Zürich (vormals Leseclub Hottingen)

Im GZ Hottingen, Gemeindestraße 54, 8032 Zürich

oder im Hause von Rüffer & Rub, Alderstraße 19, 8008 Zürich

Sprache ist nicht gleich Sprache
Ulla Steffan und Marco Todisco im Gespräch

Eine Spurensuche mit Musik

 

Moderation: Urs Heinz Aerni
Rüffer & Rub, Alderstraße 19, 8008 Zürich


Mittwoch, 24. Oktober 2018
19:30 Uhr
Gäste sind willkommen
Eintritt frei - Kollekte

 

Sprache und Kultur sind untrennbar miteinander verbunden. Sprachen sind Werkzeuge des Ausdrucks, des Denkens und des Handelns, die wiederum unser Denken und Handeln beeinflussen. Über solche Zusammenhänge wird an diesem Abend ausgiebig parliert und musiziert. Unsere beiden Gäste bewegen sich in verschiedenen Sprachwelten und – kulturen.

Ulla Steffan stammt aus Deutschland, vermittelt als Verlagsmitarbeiterin internationale Geschichten im Unionsverlag und ist Kennerin sizilianischer Kultur und Lebensart.

Marco Todisco, Sohn italienischer Einwanderer, aufgewachsen in Graubünden, lebt als Musiker und Sportlehrer in Zürich. Er singt Geschichten sowohl auf Italienisch als auch in Mundart.

Unser Gastgeber und Vorstandsmitglied, Urs Heinz Aerni, stammt aus Solothurn, wäre eigentlich Zuger aber plaudert Aargauisch und pendelt zwischen Zürich und Graubünden.

 

Ulla Steffan, Buchhändlerin und Verlagsmitarbeiterin im Unionsverlag, ist nach mehreren längeren Aufenthalten in Sizilien Kennerin sizilianischer Kultur und Lebensart. www.unionsverlag.com

 

Marco Todisco, geboren 1972, Sohn italienischer Einwanderer, aufgewachsen in Graubünden, lebt als Musiker und Sportlehrer in Zürich. 2011 erschien im Zytglogge Verlag sein erstes Liedermacher-Album «Passatempo», 2015 sein zweites «Vivere accanto». Er ist zudem Moderator der italienischen Talk-Sendung «Caffè Todisco» bei Radio und TV Südostschweiz sowie Captain der Schweizer Fußball-Nationalmannschaft der Schriftsteller.www.marcotodisco.ch


Der Literarische Club Zürich

 

An Dichterlesungen, Autorenabenden, Literaturdebatten herrscht gegenwärtig in Zürich gewiss kein Mangel. Es werden Stars der deutschsprachigen oder internationalen Literaturszene präsentiert, manchmal wird ihr Auftritt mit ganzseitigen Zeitungsinseraten beworben. Daneben  ermöglichen zahlreiche Veranstalter an unterschiedlichen Orten Begegnungen mit heutigen Autoren.

 

Das war nicht immer so. Der Lesezirkel Hottingen, 1882 gegründet, aus dem der Literarische Club Zürich hervorgegangen ist, besaß während Jahren bis zum Beginn des ersten Weltkriegs sozusagen ein Monopol als Veranstalter literarischer Abende. Man konzentrierte sich damals und auch später auf grosse Namen, wie Hofmannsthal, Thomas Mann, Karl Kraus, Paul Valéry, Pirandello etc. Der Lesezirkel führte neben dem Vertrieb von Lesemappen mit Illustrierten und literarischen Zeitschriften eine Leihbibliothek, veranstaltete in der Tonhalle, im Grand Hotel Dolder und im Baur au Lac pompöse Kostümfeste, bei denen der gesellschaftliche Aspekt den künstlerischen Ausgangspunkt mehr und mehr umhüllte.

 

1902 wurde innerhalb des Lesezirkels als Untersektion der Literarische Club gegründet, der sich in bescheidenerem Rahmen auf das Kernanliegen der Literaturvermittlung beschränkte und auch weniger berühmte Dichter einlud, etwa den jungen Hermann Hesse. Schweizer Autoren, wie Robert Walser, Meinrad Inglin, Albin Zollinger, Ramuz sind hier im Laufe der Jahre aufgetreten.

 

Als der Lesezirkel 1941 wegen Überschuldung liquidiert werden musste, überlebte der Literarische Club. Woraus leitet er heute seine Existenzberechtigung ab? Was unterscheidet seine Abende von den vielen Konkurrenzangeboten?

 

Generell wird kein Eintritt erhoben. Die Club-Mitglieder sind mit ihrem bescheidenen Jahresbeitrag – neben der Stadt Zürich und der Stiftung Felsengrund – die Sponsoren; Gäste sind jederzeit willkommen.

Traditionell ist von den sechs bis acht Veranstaltungen einer Saison, die überwiegend schweizerischen Autoren gewidmet sind, je eine dem frankophonen und dem italienischen/rätoromanischen  Bereich vorbehalten.

Für jede Saison suchen sich die einzelnen Vorstandsmitglieder eine(n) Autor(in) oder ein Thema, verantworten und moderieren dann den Abend. Auswahlkriterium ist nicht Prominenz, sondern Qualität, Eigenständigkeit und Substanz.

 

Im Anschluss an die Veranstaltungen unterhalten sich die Anwesenden mit dem Autor, dem Moderator und untereinander in ungezwungener Atmosphäre bei einem Glas Wein.

 

Wir sind Anne Rüffer außerordentlich dankbar, dass sie unserem Club in den wunderbaren Räumen ihres Verlags Gastrecht gewährt. Am grossen ovalen Tisch wird es möglich, Literaturvermittlung in Form eines Salons zu betreiben.

 

Für den Vorstand: Ralph Müller

LITERARISCHER CLUB ZÜRICH

Salon by Rüffer & Rub

 

 

 

Das Präsidium und der Vorstand Literarischer Club Zürich (vormals Lesezirkel Hottingen)

Der Literarische Club im Internet: http://literarischerclubzerich.com und jetzt auch auf Facebook.

Auskunft und Anmeldungen für Mitgliedschaft im Literarischen Club: Waltraud Schramm, Rigiweg 4, 8604 Volketswil, Tel. 044 945 54 80

Der Literarische Club Zürich wird unterstützt von der Stadt Zürich und der Stiftung Felsengrund. Herzlichen Dank!

 

 

 

 

 

 

 

Der Literarischer Club Zürich ging aus dem legendären Lesezirkel Hottingen hervor.