Der Literarischer Club Zürich (vormals Leseclub Hottingen)

Salon by Rüffer & Rub, Alderstraße 21, 8008 Zürich

Nächste Veranstaltung mit Charles Lewinsky

Ort: GZ Hottingen, Gemeindestraße 54, mit Tram 3 bis "Hottingen".

 

 

Charles Lewinsky

liest aus 

DER WILLE DES VOLKES

Kriminalroman 

 

Moderation: Marise Lendorff - El Rafii

 

Mittwoch 

7. März 2018

19.30 Uhr

Türöffnung 19.00 Uhr

 

Eintritt frei, Kollekte

 

 

Foto: Claudia Gerrits

 

Charles Lewinsky wurde 1946 in Zürich geboren. Er arbeitete als Dramaturg, Regisseur und Redaktor. Er schreibt Hörspiele, Romane und Theaterstücke und verfasste über 1000 TV-Shows und Drehbücher, etwa für den Film " Ein ganz gewöhnlicher Jude" (Hauptdarsteller Ben Becker, ARD 2005). Für den Roman Johannistag wurde er mit dem Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank ausgezeichnet. Sein Roman Melnitz wurde in zehn Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u.a. in China als Bester deutscher Roman 2006, in Frankreich als Bester ausländischer Roman 2008. Lewinskys jüngsten Romane wurden für die bedeutendsten deutschsprachigen Buchpreise nominiert: Gerron für den Schweizer Buchpreis 2011, Kastelau für den Deutschen Buchpreis 2014 und Andersen für den Schweizer Buchpreis 2016.

 

Der pensionierte Journalist Kurt Weilemann erhält eine rätselhafte Botschaft von einem Kollegen, der kurz darauf stirbt. Weilemann will den Mord aufklären, bekommt es aber zuerst mit der Politik und dann bald mit der Angst zu tun, denn die Leute, die hier offensichtlich einen Mord durch einen weiteren vertuschen möchten, scheinen an entscheidenden Machtpositionen im neuen Staatsapparat zu sitzen. Mächtig genug, dass sie auch ihn verschwinden lassen könnten – und die Wahrheit gleich dazu. 

 

 

"Er war in dem Alter, wo die Redaktionen nur noch anriefen, wenn wieder einer gestorben war, und sie einen Nachruf brauchten. " Sie haben ihn doch noch gekannt", sagten die jungen Schnösel dann am Telefon und hatten so wenig Sprachgefühl, dass sie nicht merkten, wie verletzend dieses "noch" klang. "Die andern aus deiner Generation ", hiess das, "sind schon lang durch den Rost, nur dich hat man vergessen abzuholen."

 

Aus: Der Wille des Volkes, Kriminalroman. Nagel & Kimche

 

 

"Mit viel Witz und Humor treibt Charles Lewinsky seinen Plot vorwärts, verzichtet auf billige Pointen und schafft es, seinen

Spass am Stoff auch auf die Leserinnen und Leser zu übertragen. “ Luzia Stettler, Radio SRF1 Buchzeichen, 21.08.17

 

"Virtuos meistert Charles Lewinsky damit seinen Einstand als Krimiautor." Anne-Sophie Scholl, Berner Zeitung 19.08.17

 

"Charles Lewinsky kann auch Krimi. Und im neuen Roman "Der Wille des Volkes" wird's sogar richtig politisch". Thomas Ribi,

 

 

WERKE (AUSWAHL)

 

   Andersen,  2016 WERKE 

   Kastelan,  2014

   Schweizen, 2013

   Falscher Mao, echter Goethe, 2012

   Gerron, 2011

   Zwei mal zwei, 2011

   Doppelpass, 2009

   Zehnundeine Nacht, 2008

   Einmal Erde und zurück, 2007

   Gipfelkonferänz 2007

   Melnitz, 2006

   Ein ganz gewöhnlicher Jude, 2006

   Johannistag, 2007

   Der Teufel in der Weihnachtsnacht, 1997

   Schuster, 1997

   Der A-Quotient, 1994

   Mattscheibe, 1991

   Galaktische Gartenzwerge, 1985

   Hitler auf dem Rütli, 1984

   

   

   

    AUSZEICHNUNGEN (AUSWAHL)

 

   International Award der Academy Of Television Arts And Sciences (“Emmy”) für „La Pomme“ 1980;

   Chaplin-Preis der Stadt Montreux für „Hotel“ 1983;

   Sieger beim Grand Prix der Volksmusik mit „Das kommt uns spanisch vor“ 1987;

   „Prix Walo“ 1989 für „Traumpaar“ (beliebteste Sendung);

   1994 für „Fascht e Familie“ (Autor);

   1995 für „Fascht e Familie“ (beste Sendung);

   1995 für „Fascht e Familie“ (beliebteste Sendung);

   Preis der Schweizerischen Schillerstiftung für „Johannistag“ 2001

   Tele-Preis 2002

   „Best Foreign Novel“ für „Melnitz“, Foreign Literature Learned Society, Peking 2008

   „Prix du meilleur livre étranger“ für „Melnitz“, Paris 2008;

 

   „Prix Lipp“ für „Melnitz“, Genf 2009

 

 

Der Literarische Club Zürich

 

An Dichterlesungen, Autorenabenden, Literaturdebatten herrscht gegenwärtig in Zürich gewiss kein Mangel. Es werden Stars der deutschsprachigen oder internationalen Literaturszene präsentiert, manchmal wird ihr Auftritt mit ganzseitigen Zeitungsinseraten beworben. Daneben  ermöglichen zahlreiche Veranstalter an unterschiedlichen Orten Begegnungen mit heutigen Autoren.

 

Das war nicht immer so. Der Lesezirkel Hottingen, 1882 gegründet, aus dem der Literarische Club Zürich hervorgegangen ist, besaß während Jahren bis zum Beginn des ersten Weltkriegs sozusagen ein Monopol als Veranstalter literarischer Abende. Man konzentrierte sich damals und auch später auf grosse Namen, wie Hofmannsthal, Thomas Mann, Karl Kraus, Paul Valéry, Pirandello etc. Der Lesezirkel führte neben dem Vertrieb von Lesemappen mit Illustrierten und literarischen Zeitschriften eine Leihbibliothek, veranstaltete in der Tonhalle, im Grand Hotel Dolder und im Baur au Lac pompöse Kostümfeste, bei denen der gesellschaftliche Aspekt den künstlerischen Ausgangspunkt mehr und mehr umhüllte.

 

1902 wurde innerhalb des Lesezirkels als Untersektion der Literarische Club gegründet, der sich in bescheidenerem Rahmen auf das Kernanliegen der Literaturvermittlung beschränkte und auch weniger berühmte Dichter einlud, etwa den jungen Hermann Hesse. Schweizer Autoren, wie Robert Walser, Meinrad Inglin, Albin Zollinger, Ramuz sind hier im Laufe der Jahre aufgetreten.

 

Als der Lesezirkel 1941 wegen Überschuldung liquidiert werden musste, überlebte der Literarische Club. Woraus leitet er heute seine Existenzberechtigung ab? Was unterscheidet seine Abende von den vielen Konkurrenzangeboten?

 

Generell wird kein Eintritt erhoben. Die Club-Mitglieder sind mit ihrem bescheidenen Jahresbeitrag – neben der Stadt Zürich und der Stiftung Felsengrund – die Sponsoren; Gäste sind jederzeit willkommen.

Traditionell ist von den sechs bis acht Veranstaltungen einer Saison, die überwiegend schweizerischen Autoren gewidmet sind, je eine dem frankophonen und dem italienischen/rätoromanischen  Bereich vorbehalten.

Für jede Saison suchen sich die einzelnen Vorstandsmitglieder eine(n) Autor(in) oder ein Thema, verantworten und moderieren dann den Abend. Auswahlkriterium ist nicht Prominenz, sondern Qualität, Eigenständigkeit und Substanz.

 

Im Anschluss an die Veranstaltungen unterhalten sich die Anwesenden mit dem Autor, dem Moderator und untereinander in ungezwungener Atmosphäre bei einem Glas Wein.

 

Wir sind Anne Rüffer außerordentlich dankbar, dass sie unserem Club in den wunderbaren Räumen ihres Verlags Gastrecht gewährt. Am grossen ovalen Tisch wird es möglich, Literaturvermittlung in Form eines Salons zu betreiben.

 

Für den Vorstand: Ralph Müller

LITERARISCHER CLUB ZÜRICH

Salon by Rüffer & Rub

 

 

 

Das Präsidium und der Vorstand Literarischer Club Zürich (vormals Lesezirkel Hottingen)

Der Literarische Club im Internet: http://literarischerclubzerich.com und jetzt auch auf Facebook.

Auskunft und Anmeldungen für Mitgliedschaft im Literarischen Club: Waltraud Schramm, Rigiweg 4, 8604 Volketswil, Tel. 044 945 54 80

Der Literarische Club Zürich wird unterstützt von der Stadt Zürich und der Stiftung Felsengrund. Herzlichen Dank!

 

 

 

 

 

 

 

Der Literarischer Club Zürich ging aus dem legendären Lesezirkel Hottingen hervor.