Der Literarische Club Zürich (vormals Lesezirkel Hottingen)

Im Hottinger-Saal, Gemeindestraße 54, 8032 Zürich


Nächste Veranstaltungen


Mittwoch, 12. Oktober 2022 um 19:30 Uhr

 

Gespräch und Lesung mit Urs Mannhart

 

Moderation: Felix Ghezzi

 

"Geschwind - Oder: Das mutmaßlich zweckfreie Zirpen der Grillen" lautet der aktuelle Roman von Urs Mannhart (Secession Verlag)

 

Von den Seltenen Erden sind der Wissenschaft bislang 17 bekannt. Urs Mannhart erfindet eine weitere: Das Rapacitanium. Der Namen ist abgeleitet aus dem französischen rapacité, auf Deutsch: Habgier. Nomen est omen: Der Roman spielt mit der Annahme, die wohlstandsverliebte Schweiz werde selbst zum Kerngebiet des Abbaus Seltener Erden. Pascal Gschwind, verantwortlich für den globalen Handel mit Rapacitanium, hetzt auf internationale Konferenzen, während zu Hause seine Familie ihn kaum mehr zu Gesicht bekommt, und er steht schließlich vor einem Dilemma: Raubbau an der Natur, an seiner Familie und der eigenen Gesundheit versus Karriere und Geldgeschäfte. Als schließlich ein Berg am Thunersee droht zusammenzufallen, begreift Pascal Gschwind das Ausmaß der Zerstörung seines Handels.

Gebunden ohne Schutzumschlag, 286 Seiten

 

 

Urs Mannhart, geboren 1975, lebt als Schriftsteller, Reporter und Biolandwirt in der Schweiz. Er hat Zivildienst geleistet bei Grossraubwildbiologen und Drogenkranken, hat ein Studium der Germanistik und der Philosophie abgebrochen, ist lange Jahre für die Genossenschaft Velokurier Bern gefahren, war engagiert als Nachtwächter in einem Asylzentrum und absolvierte auf Demeter-Betrieben die landwirtschaftliche Ausbildung. Mannhart beschäftigt sich mit Tierphilosophie, dem bedingungslosen Grundeinkommen, mit Suffizienz und entschleunigter Mobilität. Für sein literarisches Werk erhielt er eine Reihe von Preisen, darunter den Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis 2017. Im selben Jahr war er zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb eingeladen; sein Text stand auf der Shortlist. Viele seiner Reportagen sind entstanden in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Beat Schweizer und der Übersetzerin Jelena Ilinowa.

 

Mit seinem ersten Roman "Luchs" war er zum ersten Mal Gast im Literarischen Club 2004 im Theater Stadelhofen.

 


Mittwoch, 07. Dezember 2022, 19:30 Uhr

 

Gespräch mit Annette König

 

Literaturkritikerin bei SRF und neues Vorstandmitglied des Literarischen Clubs Zürich

 

Moderation: Urs Heinz Aerni

 

 

 

 

 

 

 

 

Fragen an die Vielleserin Annette König

 

Was liest Du am liebsten?

Welche Bücher liest Du am liebsten?

Bücher, die mir neue Welten eröffnen. Die mich eintauchen lassen in andere Zeiten, andere Kulturen und andere Milieus.

 

Wenn Du liest, dann...

geht das immer ans Substantielle. Ich liebe Bücher, die  mich erschüttern, die in mir Gefühle und Erkenntnisse auslösen, die über das Alltägliche hinausgehen. In einem Roman gibt es einen Satz über das Leben in der Schweiz, das sich anfühlt wie ein Luftballon aus dem langsam die Luft ausweicht. Ich will, dass der Ballon entweder ganz schön prall ist, hoch in die Luft hinauffliegt. Oder dann mit einem Knall platzt.

 

Für einen guten Krimi würdest Du...

meiner Lieblingskrimiautorin das Skript vom Schreibtisch «ausleihen».

 

In Deinem Bücherregal findet man...

alles! Von Klassikern bis hin zu Krimis. Ausser: Psychothriller und Horrorbücher. Die gibt es da nicht.

 

Dein schönstes Buch?

Uff. Ich habe unzählige wunderbare Bücher gelesen. Aber vielleicht schlägt ganz tief drin mein Herz für einen englischen Dramatiker: William Shakespeare. Sein Gesamtwerk habe ich in London erstanden.

 

Erinnerungen an Dein erstes Buch?

Das war Pippi in Taka-Tuka-Land. Ich weiss noch, wie ich es zusammen mit einer blonden Puppe von Sasha Morgenthaler geschenkt bekommen habe. Ich war stolz und ich war sechs.

 

Das liest Du Deinen beiden Töchtern gerne vor...

Roald Dahl: «Matilda», Gudrun Pausewang «Die Räuberschule», Ottfried Preussler «Räuber Hotzenplotz», Selma Lagerlöf «Nils Hogerson», Katja Alves «Der Muffin-Club», Cornelia Funke «Die wilden Hühner».

 

Welches Buch hast Du zweimal gelesen?

Bücher, die ich bespreche, lese ich zweimal. Und wirklich gute Bücher, Klassiker und Co. nehme ich gerne immer mal wieder aus meinem Bücherregal hervor. Mit Vorliebe Max Frisch, Peter Stamm, Hiromi Kawakami, Hemingway, Tschechow, Camus und Sartre. Nur leider fehlt dazu sehr oft die Zeit.

 

Den Schluss eines Buchs liest Du?...

zuletzt!

 

 

Annette König: Studium an der Universität Zürich: Germanistik, Politologie und Neue Geschichte. 2013 doktorierte Annette König an der Uni Basel in Neuere Deutsche Literaturwissenschaft mit der Arbeit: «Welt schreiben – Globalisierungstendenzen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aus der Schweiz». Wer Interesse hat, sie habe genau noch vier Exemplare davon. Und seit 2013 arbeitet sie als Literatur-Redaktorin bei SRF. Sie moderiert an Literaturfestivals und Lesungen auf der Bühne und ist mit dem Journalisten Urs Heinz Aerni mit "Lesen am Tresen" unterwegs, wo sie Bücher vorstellen.

Links:

Hier geht es zum Interview auf TV DIE REDAKTION und hier zu ihrer Website.

 

 

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Gerne stehen wir für Fragen zu Diensten.

 

 

Das Präsidium und der Vorstand Literarischer Club Zürich (vormals Lesezirkel Hottingen)

Der Literarische Club im Internet: http://literarischerclubzerich.com und jetzt auch auf Facebook.

Auskunft und Anmeldungen für Mitgliedschaft im Literarischen Club: Waltraud Schramm, Rigiweg 4, 8604 Volketswil, Tel. 044 945 54 80

 

Der Literarische Club Zürich wird unterstützt von der Stadt Zürich und der Stiftung Felsengrund. Herzlichen Dank!